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A bunch of filters

the black and white mixer is one of the most powerful features of Lightroom and has been around since the first version (in fact, you could say it has been around much longer, as the channel mixer adjustment layer in Photoshop).

One way to use them is to go in and feel your way around what looks best by moving the sliders or even by clicking that little round round target in the left corner of the mixer panel and then point on a color in your image and drag the mouse up or down, holding the left mouse key pressed down, which will lighten or darken this specific color range. A very powerful feature to quickly create those dark skies with bright white clouds that we know from Ansel Adams’ timeless images (truth be told, he did much more than just use a red filter, but that’s a good starting point for this look).

The downside of this method is that you sometimes end up with ugly banding or very high edge contrast when two adjacent colors are set to very different filter levels. Weiterlesen »

101 Piraten

da haben sich doch glatt 101 Piraten zu ihrer Position zum Urheberrecht geäußert:
101 Piraten für ein neues Urheberrecht

Ich stelle erschreckt fest: was bisher nur Vermutung war ist Realität!

  1. Piraten denken bei “Urheberrecht” tatsächlich überwiegend an den Musikmarkt
  2. Piraten fordern eine staatliche Regulierung dieses Marktes durch Einschränkung der Handelskette
  3. Piraten fordern (wenn auch vereinzelt) die zwangsweise Verfügbarkeit von Werken für Derivate

 

Rein rhetorisch folgen eine Vielzahl der Statements dem Format
“ich bin für ein Urheberrecht aber aus diesem und jenem Grund, der mir sehr wichtig ist, bin ich dann doch dafür, daß mein vorne stehendes ‘ich bin für’ aufgeweicht werden sollte”.

In meinen Ohren klingen solche Sätze wenig ehrlich.

Ich bin mir nicht sicher, ob es einfach meine persönliche Bestätigungstendenz ist, die mir hier einen Streich spielt, aber mir scheint wirklich, daß die Position der Piraten zum Urheberrecht weiterhin nah an einem kommunistischen Enteignungsprogramm liegt und zudem durch eine sehr schmale Öffnung auf die Welt blickt. Ich wünschte mir, das Thema könnte so diskutiert werden, daß die Ablehnung der Geschäftspraktiken der Major Labels keine Hauptrolle in der Argumentation spielte. Das gleichsam wie ein Mantra ewig wiederholte Argument vom gescheiterten Geschäftsmodell der Majors, das eine Anpassung des UrhG nötig machen würde scheint mir unsinnig, denn es gibt keine gesetzlichen Vorgaben, die ein alternatives Modell unter cc-by-(nc)-sa in irgendeiner Weise benachteiligen würden. Nebenbei verdienen die Majors, trotz allen Jammerns, immer noch sehr gut.

Wenn ich mir etliche der 101 Thesen ansehe, dann kommt für mich dabei folgender Kern heraus:

Wir wollen Künstler unterstützen, aber wir wollen dies direkt tun, ohne den Umweg über ein Label oder eine Verwertungsgesellschaft.

Das ist sicher ein schönes Ziel und die Idee beinhaltet für viele Künstler tatsächlich eine Chance, aber eines wird dabei offenbar übersehen:

Nicht jeder Künstler ist auch gleichzeitig ein guter Verkäufer!

Tatsächlich dürfte häufiger das Gegenteil der Fall sein. Künstler sind in den seltensten Fällen gute Verkäufer. Die meisten sind froh, wenn andere ihnen die Diskussion über den (Verkaufs)Wert ihres Werkes abnehmen und dafür die Werbetrommel rühren. Will man diese Menschen in die Direktvermarktung zwingen? Ein seltsamer Gedanke!

Der andere zentrale Bestandteil, den ich immer wieder lese wird gerne mit dem Satz “wir stehen auf den Schultern von Giganten” verbrämt.

Sicher ist: alle zivilisatorischen Errungenschaften bauen auf den Errungenschaften der vorangegangenen Generationen auf, es gibt wenige Leuchttürme, die für sich alleine so weit aus der Masse ragen, wie es vielleicht ein Einstein tat. Von gemeinsam genutzter Information profitieren wir alle. Dies gilt ganz besonders für technische Innovation, die in immer schnelleren Zyklen neue Generationen hervorbringt.

Die Forderung, die die Piraten daraus abzuleiten scheinen ist allerdings abstrus: Musik und andere Werke mögen für nicht-kommerzielle Mashups generell frei sein. Auch dieses Ansinnen riecht nach staatlichem Eingriff in die Eigentums- und Selbstbestimmungsrechte der Urheber. Wenn in Diskussionen dann darauf hingewiesen wird, daß es nach heutigem Recht ja lediglich der Nachfrage bei dem Schöpfer bedarf, der dann ggf. der Verwendung zustimmen kann, kommen meist Argumente, die darauf schließen lassen, daß es sich hierbei möglicherweise um den Wunsch handelt, “orphaned works” nutzbar zu machen, als0 verwaiste Werke, deren Urheber nicht (mehr) mit vernünftigem Aufwand auszumachen ist. Dem spricht, in Grenzen, nichts entgegen, einer allgemeinen Enteignung der Schöpfer allerdings kann ich nicht zustimmen.

Die, durchaus sinnvolle, Diskussion über (Software) Patente fand in diesem Zusammenhang leider nicht statt.

Ich habe die Diskussion mit den Piraten gesucht, da ich ihnen durchaus zugetan bin. Ich stamme aus der gleichen geistigen Generation (auch wenn ich vermutlich 10-20 Jahre älter bin als die meisten), ich lebe und arbeite im Open Source Umfeld und will dies auch nicht mehr missen. Seit den Anfängen habe ich mich für ein freies Internet ohne Sperren, Filter, Überwachung und Zensur eingesetzt, weil ich der Meinung bin, daß dies ein großartiger Weg in eine neue Gesellschaft sein kann.

Das Ergebnis der Diskussion ist leider, aus meiner Sicht, daß die Piraten noch weit von einer sinnvollen Position selbst in diesem Kernthema entfernt sind. Die eingeschränkte Sicht, die offenbar stark von der Ablehnung der Major Labels und deren Abmahngeschäft getrieben ist, die Forderung nach einem geschwächten Urheberrecht (obwohl ja immer von “gestärkt” die Rede ist) und die Form der Diskussion lässt das Gefühl einer gewissen Realitätsferne aufkommen.

Schade drum.

Ich halte mich für einen Menschen, der kommunikativ auf der Höhe der Zeit ist.
Ich habe am Internet mitgebaut und mein Name stand auf einer Draft rfc (die es dann doch nicht geschafft hat)
Ich habe schon 1996 Daten über ein Mobilfunknetz übertragen und nutze das mobile Internet seit 2005.

Als Teenager aber, vor etwa 30 Jahren, war mir all das nicht möglich, damals gab es ein Telefon im Haus und ein Ortsgespräch kostete 30 Pfennig für fünf Minuten, wenn ich mich recht entsinne. Am Sonntag hat man sich um das Telefon versammelt und die Großeltern angerufen, die 50km weit weg lebten.
Wenn man Freunde besuchen wollte, dann ging man, wenn sie im Dorf lebten, einfach hin und klingelte, wenn sie in einer anderen Stadt lebten und zu Besuch kamen, dann war man während der Zeit, als sie in Bus oder Zug saßen hibbelig und voller Vorfreude.

Das Kommunikationsverhalten eines heutigen Teenagers ist dagegen so grundlegend anders, Die Freundin sitzt im Zug, auf dem Weg hierher, also muß sie auf dem Handy angerufen werden und es wird ausgiebig darüber geplappert, was man denn alles tun wird, wenn sie dann, in 25 Minuten, hier sein wird.
Abends am PC wird gleichzeitig über Facebook und SchülerVZ kommuniziert und ein “Backchannel” per Skype steht für private Kommunikation offen, oft genug kommt auch dann noch das Telefon dazu.

In diesen 30 Jahren hat sich die Zahl der gleichzeitig verfügbaren Kommunikationskanäle glatt verzehnfacht, und moderne Teenager nutzen sie auch.

Ich frage mich, mit wieviel Staunen sie dereinst auf das Kommunikationsverhalten ihrer eigenen Kinder schauen werden.

Apple und Birnen?

weil ich gerade so darüber nachdachte:
Warum hat Apple unter all den Großkonzernen der Welt einen Freifahrtschein für all das, wofür andre, zurecht, geprügelt werden?

Apple lässt bei Foxconn in Shenzen produzieren, 2006 wurde bekannt, daß die Bedingungen dort menschenunwürdig sind. Apple beklagte die Situation beim Zulieferer, beließ die Produktion aber vollumfänglich dort und wies auf die Regeln für die Zulieferer hin. Der ließ angeblich sogleich Fangnetze zwischen den Gebäuden aufspannen, damit es nicht zu neuen Selbstmorden auf dem Werksgelände kommt. Problem gelöst? (http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,794826,00.html)

Apple lässt auch bei Samsung in Korea produzieren. 2011 entbrennt ein wüster, weltweiter Patentkrieg zwischen den beiden Unternehmen, in dessen Zentrum vor allem sog. Designpatente, in Deutschland Geschmacksmuster, von Apple stehen. Kurz: Apple befürchtet, daß Konsumenten die Produkte von Samsung nicht mehr von den eigenen unterscheiden könnten. Eine direkte Kausalität wurde nie ausgesprochen, doch wie es aussieht, wird Apple die Produktion der nächsten CPU Generation von Samsung weg hin zum taiwanesischen Unternehmen TSMC verschieben (http://www.golem.de/1107/84990.html)

Es scheint, als sei die “Marke” dem Unternehmen weit wertvoller als das “Gewissen”.

Gestern zitierte +Herr Breitenbach hierzu Bert Brecht, der sagte “Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß, und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher!” (https://plus.google.com/101509481216311946430/posts/956J2VFVTVH)
Das gilt vermutlich so für Steve Jobs. Tim Cook aber ist der Architekt der Apple Supply Chain. Er dürfte sie kennen wie kein anderer, er war der Herr über die Einkaufspreise und – bedingungen. Wenn Jobs ein Täter war, weil er wusste und schwieg, so ist Cook ein Täter, weil er handelte.

Aber wir regen uns nicht auf. Bestenfalls weisen wir darauf hin, daß andere es ebenso tun. Dem ist vielleicht entgegenzusetzen, daß andere Hersteller nicht den gleichen polierten Markennimbus der Perfektion pflegen. Je heller mein Mantel leuchtet, desto mehr stört der schmierige Fleck.

Zeitgleich verbeißen sich die Anwälte des Kultunternehmens in ein kleines Café in Köln, wieder wegen einer Geschmacksmustersache. Man befürchtet, die Wort-Bild-Marke des Café “Apfelkind” würde seinerseits die Marke des Apfels verwässern. Was lese ich im Netz? Friedensaufrufe! (https://plus.google.com/111871004034101153316/posts/j3bQzR6Ce2M)

Lest nochmal was oben über Foxconn, Samsung und TSMC steht. Ein Unternehmen wie Apple ist an Frieden nur dann interessiert, wenn dieser Profit verspricht.

Warum lese ich keinen Aufruf, einfach mal dafür zu sorgen, daß alle Apple Stores in Deutschland einen Tag lang leer bleiben?

Unmöglich? Ich denke nicht! Die Web2.0 Horde, die wir hier auf g+ und Twitter treffen dürfte alleine schon 30% der Besucher ausmachen. Den Rest könnte man gezielt informieren.

Einen Tag ohne einen einzigen Kunden im Apple Store, das wäre eine Schlagzeile für die Tagesschau und für Apple ein Grund, darüber nachzudenken, wie ähnlich sich das Logo vom Apfelkind und das eigene wirklich sind.

Aber nein. Es scheint, daß Apple in der Geek Community einen Status der Unfehlbarkeit hat. Es gibt vermutlich mehr Katholiken, die den Papst kritisieren als Apple Fans, die sich öffentlich gegen das Verhalten des Unternehmens stellen. Traurig, denn Unternehmen lernen ausschließlich durch Konsumentzug.

Herbst

Herbst
Still und heimlich kam er daher, mitten im Sommer.
Der Herbst.
Am Anfang schlich er geduckt, dicht am Boden über das Land, schickte seine Nebelzungen in Täler und Flussauen.
In der Nacht sucht er Schutz und Kraft.
Am Morgen kannst Du ihn noch sehen, in tausenden Tröpfchen, die mit der Sonne um die Wette funkeln.
Doch wie die Nächte länger werden wird er stärker.
Er erhebt sich, steht auf, erreicht die Bäume.
Ihre bunten Blätter leuchten bald in allen Farben.

Und wenn er steht greift am Boden schon der Winter mit seinem Frost nach ihm,
lässt die Tröpfchen erstarren, die Blätter fallen.

Schatten

Yuri Bonder - Expectation

Die erste Website, auf der ich ernsthaft mit Fotografie in Kontakt gekommen bin war Phillip Greenspuns photo.net, vermutlich eine der ältesten Seiten dieser Art und bis heute ein Geheimtip für die, die dem Massengeschmack bei Flickr, Fotocommunity und, schlimmer noch, Facebook entgehen wollen. Weiterlesen »

Rück-Tritt

Sehr geehrter Herr zu Guttenberg,

ich zähle nicht zu den Menschen, die sich der Fäkalsprache bedienen, allerdings musste ich doch sehr an mich halten, als ich Ihre Rücktrittsrede las.

Es ist Ihnen gelungen, auf der Skala meiner Verachtung eine neue Sprosse zu definieren. Weiterlesen »

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