
Still und heimlich kam er daher, mitten im Sommer.
Der Herbst.
Am Anfang schlich er geduckt, dicht am Boden über das Land, schickte seine Nebelzungen in Täler und Flussauen.
In der Nacht sucht er Schutz und Kraft.
Am Morgen kannst Du ihn noch sehen, in tausenden Tröpfchen, die mit der Sonne um die Wette funkeln.
Doch wie die Nächte länger werden wird er stärker.
Er erhebt sich, steht auf, erreicht die Bäume.
Ihre bunten Blätter leuchten bald in allen Farben.
Und wenn er steht greift am Boden schon der Winter mit seinem Frost nach ihm,
lässt die Tröpfchen erstarren, die Blätter fallen.



Unter dickwattierten Nebeldecken schlafen doch die Farben nachts; holen Atem für das Wettleuchten um die buntesten Blätter. All das nur, um zu üben für den Blütenhauch, den sie bald darauf wieder bemalen dürfen.
Unter dickwattierten Nebeldecken schlafen doch die Farben nachts; holen Atem für das Wettleuchten um die buntesten Blätter. All das nur, um zu üben für den Blütenhauch, den sie bald darauf wieder bemalen dürfen.
+1